Rheinbrücke und Ortsumgehung an der B 58n, Wesel

Gründungsoptimierung in Terrassenablagerungen beidseits des Strombettes

Ende 2008 fertig gestellt, wird die Schrägseilbrücke mit der eleganten Pylongestaltung beide Rheinufer verbinden. Sie wird dann nicht nur diese äußerst stark frequentierte Hauptverkehrsader zwischen nördlichem Ruhrgebiet und deutsch-niederländischen Grenze entlasten, sondern sich als sehenswertes Exponat der Ingenieur-Bau-Kunst präsentieren.

In konsequenter Fortführung des hochwertigen Anspruchs an Konzeption und Planung des Bauvorhabens werden zur Optimierung der Gründung Pfahlprobebelastungen mit dem Osterberg-Verfahren an vier Großbohrpfählen entlang der über 700 m langen zu überbrückenden Strecke ausgeführt.
Anforderungen an das Verfahren

* Axiale Probebelastung, Pfahldurchmesser 1,2 m, Längen zwischen 13 und 19 m
* Bestimmung des axialen Widerstands-Verformungsverhalten des Baugrunds
* Trennung von Mantelreibung und Spitzendruck
* Bestimmung der Mantelreibungsverteilung mit ausbaubarem Kettenextensometer

Je nach Aufbau des Untergrunds, bestehend aus schluffigen Sanden, sandigen Schluffen, Sanden, Kiessanden, Kiesen und tertiären, schwach bis schluffigen Feinsanden, werden Osterberg-Pressen mit einer maximalen Prüfkraft von 12 MN bzw. 20 MN vorgesehen.

Die Anordnung der Osterberg-Pressen erfolgt jeweils im unteren Pfahlabschnitt im Bereich des erwarteten Kräftegleichgewichts zwischen der Mantelreibung im darüber liegenden Abschnitt und der Widerstandskraft im unteren Bereich. Der Einbau der Osterberg-Pressen in die Bewehrungskörbe erfolgt im Korbwerk.

Projekt Eckdaten

Zeitraum November 2005 bis März 2006
Pfahlausrüstung 4 Osterberg-Pressen, 405 mm und 540 mm Durchmesser 12 Wegmesser mit schwingender Saite 8 eingebettete Stangenextensometer mit schwingender Saite 1 wiedergewinnbares Kettenextensometer Typ A9 (bauseits) 8 integrale Bewehrungsmesser mit schwingender Saite
Verfügbare Prüfkraft 12 MN und 20 MN
Performance Durch die spezifische Charakteristik des Prüfverfahrens automatisch getrennte Bestimmung der Mantelreibung im oberen Abschnitt des jeweiligen Großbohrpfahls und Bestimmung des Spitzendruckes des in den Feinsanden abgesetzten Pfahlfußes sowie der Mantelreibungsverteilung durch Betonstauchungsmessung
Unternehmer Hermann Kirchner Hoch- und Ingenieurbau GmbH
Auftraggeber Bilfinger Berger AG, Niederlassung Spezialtiefbau, Erfurt
Bauherr Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, Niederlassung Wesel
Planer / Gutachter Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft GmbH, Berlin und Düsseldorf ARCADIS Deutschland GmbH, Darmstadt

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